Nachruf Werner Schönwald

Werner Schönwald, der erfolgreiche Dressurreiter und Ausbilder ist am 21. November 2009 in Bünde im Alter von 76 Jahren gestorben.

Wir müssen Abschied nehmen von

WERNER SCHÖNWALD

 

Gedanken - Augenblicke.

Sie werden uns immer an Dich erinnern,

uns glücklich und traurig machen

und Dich nie vergessen lassen.

 

Das sind die Zeilen, die über dem Text des Trauerbriefs stehen, der uns alle schockierte und in dem uns der plötzliche Tod von Werner Schönwald übermittelt wurde. Wir alle haben Erinnerungen an ihn, denken an gemeinsame Erlebnisse, sehen ihn vor uns, sehen ihn neben uns sitzen, hören seine Stimme - er wird uns unvergessen bleiben.

 

Werner Schönwald wurde in Schlesien geboren, wuchs auf im Gestüt des Schlosses Vornholz (in Ennigerloh-Ostenfelde bei Oelde). Dort, wo der legendäre Otto Lörke wirkte und der ebenfalls legendäre Zuchthengst Ramzes stand - der übrigens von Werner geritten worden ist. Dort wurde der Grundstein zu seinem reiterlichen Werdegang gelegt, als er Schüler von Otto Lörke und Manni(?) Brinkmann wurde. Von ihnen lernte er die klassische Dressurreiterei, sie förderten sein Talent, prägten ihn und brachten ihn reiterlich bis zur Spitze der Dressurreiterei, bis zur Grand Prix-Reife. Er wurde einer der großen Reiter und Ausbilder Deutschlands.

 

Nach einigen Zwischen-Stationen wurde er in Aachen sesshaft. Dort festigte er sein Ansehen als Reiter und Ausbilder weit über die Landesgrenzen hinaus.

 

Vor etwa 20 Jahren wechselte er nach Minden, wo er die Reiter des Mindener Reitvereins in die Feinheiten der klassischen Dressurreiterei einführte und sie schulte und sie mit Begeisterung von seinem Wissensschatz profitierten.

 

Seit 1998 wohnte er in Bünde. Auch hier unterrichtete er, aber die enge Verbindung zu seinen Mindener Freunden blieb. Er fuhr all die Jahre mehrmals in der Woche nach Minden, Hille und Umgebung, schulte hier weiter und hat hier und in Bünde viele gute Freunde gefunden. Berühmt/berüchtigt war in Bünde die „Altherrenrunde", alternativ gab's in Hille die Sonntag-Nachmittags-Treffen mit Kaffee und Kuchen bei Arnika&Andreas.

 

Von seinen Schülern, von uns wurde er geliebt und verehrt. Wir hatten großen Respekt vor ihm und vor seinem Wissen. Sein großes Wissen auf seinem Gebiet der Reiterei konnte er mit wenigen Worten sehr effektiv weitergeben - bei seinen Reitern kamen diese wenigen Worte nachvollziehbar an, für Zuhörer waren es manchmal erstaunlich wenig Worte.

 

Werner hatte eine starke Persönlichkeit und hatte einen starken eigenen Willen. Seine Meinung änderte er eigentlich nie, er sagte sie auch ohne Ansehen der Person direkt heraus und vertrat sie sehr energisch.

 

Für Außenstehende wirkte er oft reserviert, fast abweisend. Menschen, wir, die ihn näher kennen lernten, sahen, dass er humorvoll und liebenswürdig war und gut und interessant erzählen konnte. Wir kannten auch sein verschmitztes Lächeln.

 

Dies Lächeln, seine Worte aus der Ecke der Reithalle, die Fahrten zum Pferde ausprobieren, die Fahrten nach Oldenburg zu Inge&Arnold, die Sonntags-Nachmittags-Treffen mit Kaffee und Kuchen, die Gespräche im „Reiterstübchen", im „Mühlen Cafe", im Cafe „Leib & Seele" oder in der „Altherrenrunde" auf der Bank am Reitplatz, das alles wird uns fehlen.

 

Wir werden Werner sehr vermissen:

Gedanken - Augenblicke.

Sie werden uns immer an Dich erinnern,

uns glücklich und traurig machen

und Dich nie vergessen lassen.

 

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